Regeländerung 2005
Zu Beginn der Saison 05/06 wird es eine Änderung bezüglich der Auszeiten bei Freiwürfen und dem darauf folgenden Einwurf geben. Hier die offizielle deutsche Übersetzung vom 18. Juli 2005. Außerdem gibt es eine speziell auf Regelheft-Größe zugeschnittenes .pdf-Dokument als Download.
Die folgenden geringfügigen Regeländerungen der FIBA sind international gültig ab dem 1. Oktober 2005, bzw. - im Bereich des DBB - mit Beginn der Spielzeit
05/06:
Nach einem erfolgreichen letzten oder einzigen Freiwurf können beide Mannschaften eine Auszeit oder Spielerwechsel durchführen, sofern dies beantragt wurde, bevor der Ball nach dem erfolgreichen Freiwurf dem Einwerfer zur Verfügung steht.
Folgt auf eine Freiwurfstrafe ein Einwurf von der Mittellinie gegenüber dem Anschreibertisch, können nach dem letzten oder einzigen Freiwurf beide Mannschaften eine Auszeit oder Spielerwechsel durchführen unabhängig davon, ob der letzte Freiwurf erfolgreich ist.
Der Einwurf nach einer Auszeit während der letzten zwei Spielminuten der vierten Spielperiode oder einer Verlängerung wird an der Mittellinie gegenüber dem
Anschreibertisch ausgeführt, wenn die Auszeit von der Mannschaft genommen wurde, der ein Einwurf
- von der Endlinie nach einem gegnerischen Korberfolg, oder
- in ihrem Rückfeld
zusteht. Der Einwerfer darf den Ball einem Mitspieler an einem beliebigen Punkt des Spielfelds zupassen.
Zusammenfassung der
wichtigsten Änderungen
der Offiziellen Basketball-Regeln 2004
(mit
Beispielen)
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Viele Artikel wurden redaktionell überarbeitet, um mehr Klarheit zu
erzielen.
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Die gesamte Beschreibung der technischen Ausrüstung wurde in den Anhang
“Technische Ausrüstung” verlagert.
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Die Anzahl der Artikel wurde von bisher 58 auf 50 reduziert.
Vorbemerkung: Bereits
im Jahr 2003 gab es Änderungen gegenüber dem Offiziellen Regelheft 2000, z.B.
die Einführung des Wechselnden Ballbesitzes. All diese Änderungen werden hier
als bekannt vorausgesetzt.
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In allen Spielen sind 12 Spieler einsatzberechtigt.
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Bei nationalen Wettbewerben sind ein- und zweistellige Spielernummern
erlaubt.
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Während einer Auszeit oder Spielpause wird ein Ersatzspieler zum
Spieler, sobald er sich beim Anschreiber zum Einwechseln meldet.
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Ein verletzter oder blutender Spieler muss nicht ausgewechselt werden,
wenn er während einer sofort folgenden Auszeit - egal von welcher Mannschaft -
erfolgreich behandelt wird.
·
Ist ein verletzter Spieler nicht umgehend (innerhalb etwa 15 Sekunden)
wieder spielbereit oder muss er behandelt werden, muss er das Spielfeld
verlassen. Die Möglichkeit, ihn auf Kosten einer Auszeit im Spiel zu behalten,
ist entfallen.
·
Mit Zustimmung eines Schiedsrichters dürfen Trainer, Trainer-Assistent,
Ersatzspieler und Mannschaftsbegleiter das Spielfeld betreten, um sich um einen
verletzten Spieler zu kümmern, bevor dieser ausgewechselt wird.
·
Nur noch der Trainer darf während des Spiels auf Dauer stehen.
·
In allen Fällen, bei denen der Freiwerfer nicht durch die Regeln
festgelegt ist, bestimmt der Trainer den Freiwerfer.
·
Während eines Spiels einschließlich eventueller Verlängerungen gibt
es nur noch einen einzigen Sprungball, und zwar zu Spielbeginn.
Anmerkung: Eine Ausnahme ist unvermeidlich, nämlich dann, wenn es unmittelbar
nach dem legalen Tipp aus diesem Eröffnungs-Sprungball sofort zu einer
Sprungballsituation kommt (Halteball, unklarer Ausball etc.), ohne dass eine
Mannschaft schon die Ballkontrolle erlangt hatte. In diesem Fall wird ein
weiterer Sprungball im Mittelkreis durchgeführt. Die Spieluhr wird nicht zurück
gestellt, da das Spiel bereits begonnen hat.
·
Bei allen anderen Sprungballsituationen kommt der Einwurfanzeiger zur
Anwendung.
·
Der Wechselnde Ballbesitz
▬
beginnt, sobald der Ball einem Spieler zum Einwurf zur Verfügung steht.
▬
endet, sobald
○
der Ball nach dem Einwurf einen Spieler auf dem Spielfeld legal berührt
oder legal berührt wird.
○
die einwerfende Mannschaft eine Regelübertretung begeht.
○
ein belebter Ball sich nach dem Einwurf an der Korbbefestigung verfängt.
·
Eine Auszeit- oder Wechselmöglichkeit endet, wenn der Ball dem
Freiwerfer zum ersten oder einzigen Freiwurf zur Verfügung steht.
·
Nach einer Regelübertretung dürfen beide Mannschaften Spielerwechsel
durchführen.
·
Bei der Ausführung einer Strafe für ein technisches, unsportliches
oder disqualifizierendes Foul ist zwischen dem letzten Freiwurf und dem
nachfolgenden Einwurf von der Mittellinie für beide Mannschaften Spielerwechsel
oder Auszeit möglich.
Beispiel. Mannschaft A möchte einen Spielerwechsel vornehmen. Sollen die
Schiedsrichter den Spielerwechsel zulassen, wenn
Fall a)
der vordere Schiedsrichter zwei Freiwürfe angezeigt und mit dem Ball die
begrenzte Zone betreten hat, der Ball aber dem Freiwerfer noch nicht zur Verfügung
steht?
Fall b)
der Mannschaft A ein Schrittfehler abgepfiffen wird und nur Mannschaft A
einen Spielerwechsel beantragt hat?
Regelung. Im Fall a) ist der Spielerwechsel
zulässig, da der Ball dem Freiwerfer noch nicht zum ersten Freiwurf zur Verfügung
steht. Der Schiedsrichter gibt zunächst
das Handzeichen für Spielerwechsel und anschließend erneut das Zeichen für
zwei Freiwürfe.
Im
Fall b) ist der Spielerwechsel ebenfalls zulässig, da nach einer Regelübertretung
beide Mannschaften Spielerwechsel durchführen können.
Geraten während einer Halteball-Situation ein oder mehrere beteiligte
Spieler dabei ins Aus oder in ihr Rückfeld, entsteht dennoch eine
Sprungballsituation.
Während seine Mannschaft Kontrolle über einen belebten Ball im Vorfeld
hat und die Spieluhr läuft, darf ein Spieler nicht länger als drei Sekunden in
der Begrenzten Zone des Gegners bleiben.
Die
acht Sekunden beginnen nach einer Unterbrechung nicht von vorne, sondern werden
weiter gezählt, wenn dieselbe Mannschaft, die vorher Ballkontrolle hatte, einen
Einwurf im Rückfeld erhält nach
▬
einem Ausball, einer Sprungballsituation oder einem Doppelfoul.
▬
einer Verletzung eines Spielers der einwerfenden Mannschaft.
▬
Aufhebung gleicher Strafen gegen beide Mannschaften.
Anmerkung: Der folgende Schiedsrichter muss nach einem Einwurf im Rückfeld beide
Mannschaften über die verbleibende Zeit informieren, falls der angreifenden
Mannschaft weniger als acht Sekunden verbleiben, um den Ball ins Vorfeld zu
bringen.
Beispiel. Mannschaft A ist in ihrem Rückfeld seit 5 Sekunden in Ballkontrolle,
als der Schiedsrichter pfeift, weil
Fall
a) Spieler B5 einen Ausball
verursacht hat.
Fall
b) Spieler A5 von B5 gefoult wurde.
Fall
c) Spieler A5 und B5 aneinander ein
Doppelfoul begangen haben.
Regelung. In all diesen Fällen erhält Mannschaft A den Ball zum Einwurf, wobei
dieser Mannschaft im Fall a) und c)
nur noch 3 Sekunden verbleiben, den Ball ins Vorfeld zu bringen (auch die
24-Sekunden-Anlage wird nicht zurück gesetzt).
Im
Fall b) stehen der Mannschaft neue acht Sekunden zu, den Ball ins Vorfeld zu
bringen (auch die 24-Sekunden-Anlage wird zurück gesetzt).
·
Ertönt bei einem Korbwurf das 24-Sekunden-Signal und der Ball berührt
anschließend nicht den Ring, hat sich eine Regelübertretung ereignet,
es sei denn, die bis dahin verteidigende Mannschaft erlangt eindeutig die
Ballkontrolle. In diesem Fall geht das Spiel ohne Unterbrechung weiter.
·
Ertönt das 24-Sekunden-Signal irrtümlich, wird das Signal - unabhängig
davon, ob eine Mannschaft Ballkontrolle hat oder nicht - nicht beachtet und das
Spiel läuft weiter, sofern dadurch die Mannschaft in Ballkontrolle nicht benachteiligt
wird. In diesem Fall wird die Zeit auf der 24-Sekunden-Anlage korrigiert und
dieser Mannschaft der Ball zum Einwurf zugesprochen.
Beispiel. Während der Ball bei einem Korbwurf von A4 in der Luft ist, ertönt
das 24-Sekunden-Signal. Der Ball verfehlt anschließend die Korbanlage und fällt
Fall
a) dem Spieler A5 unbedrängt in die
Hände.
Fall
b) dem Spieler B5 unbedrängt in die
Hände.
Fall
c) auf den Boden, und Spieler A5 und
B5 versuchen, an den Ball zu kommen.
Wie
ist jeweils zu entscheiden?
Regelung. Im Fall a) und c) ist auf 24-Sekunden-Regelübertretung zu entscheiden.
Im Fall b) geht das Spiel ohne Unterbrechung weiter.
·
Wenn der Ball bei einem Korbwurf in der Luft ist, dann ein
Schiedsrichter pfeift oder das Signal der Spieluhr zum Ende einer Spielperiode
ertönt und der Ball dann den Ring berührt, darf anschließend kein Spieler den
Ball berühren, solange dieser noch in den Korb gehen kann.
·
Bringt ein Spieler der angreifenden Mannschaft Korb oder Spielbrett
derart zum Schwingen, dass der Ball nach Meinung des Schiedsrichters deshalb in
den Korb geht, ist auf „Stören des Balls“ zu entscheiden.
Beispiel. Während der Ball bei einem Korbwurf von A4 in der Luft ist, ertönt
das Signal zum Ende des 1. Viertels. Der Ball springt anschließend vom Ring
hoch und wird dann von Verteidiger B5 weggetippt. Ist dieser Tipp legal?
Regelung. Spieler B5 begeht eine Regelübertretung („Stören des Balls“) und
dem Spieler A4 werden zwei oder drei Punkte angeschrieben.
Berührt
in dieser Situation Spieler A5 den Ball, begeht er ebenfalls eine Regelübertretung.
Es können keine Punkte erzielt werden, und das Spiel wird mit Einwurf B
fortgesetzt.
Mit seinem zweiten unsportlichen Foul durch sein persönliches Verhalten
ist ein Spieler gleichzeitig disqualifiziert.
Anmerkung: Eintragung auf dem Anschreibebogen ist analog zur Disqualifikation
eines Trainers nach dessen z.B. zweitem technischen C-Foul.
Beispiel. Nachdem gegen Spieler A4 im 1. Viertel ein unsportliches Foul gepfiffen
wurde, erhält derselbe Spieler im 3. Viertel
Fall
a) ein technisches Foul.
Fall
b) sein zweites unsportliches Foul.
Regelung. In beiden Fällen wird das jeweilige Foul dem Spieler A4 angeschrieben
und die zugehörende Strafe verhängt. Im Fall b) wird A4 zusätzlich
disqualifiziert, ohne dass hierfür eine weitere Strafe verhängt wird.
·
Auf technisches Foul gegen einen Spieler kann entschieden werden, wenn
ein Spieler
-
sich absichtlich hinfallen lässt, um ein gegnerisches Foul vorzutäuschen
(„Schwalbe“).
-
einen Schiedsrichter, den Kommissar, Mitglieder des Kampfgerichts oder
Helfer im Mannschaftsbankbereich in respektloser Weise anfasst.
·
Die Strafe für ein technisches Foul beträgt zwei Freiwürfe mit
anschließendem Ballbesitz von der Mittellinie, unabhängig davon, gegen wen
(Spieler, Trainer, Mannschaftsbegleiter) und wann (während der Spielzeit oder
Spielpause) es verhängt wird, aber:
·
Bei einem technischen Foul in der Spielpause vor Spielbeginn werden nur
die zwei Freiwürfe ausgeführt, der Einwurf entfällt und dann beginnt das
Spiel mit Sprungball.
·
Bei einem technischen Fouls während einer sonstigen Spielpause werden
zu Beginn des folgenden Viertels oder einer Verlängerung zwei Freiwürfe mit
anschließendem Einwurf von der Mittellinie ausgeführt. Der Einwurfanzeiger
bleibt in seiner Stellung.
Beispiel. Nach einem Foulpfiff gegen ihn protestiert Spieler A4 beim
Schiedsrichter und berührt ihn dabei
Fall
a) unabsichtlich.
Fall
b) absichtlich, indem er ihn von der
Anzeige des Fouls abhalten will.
Regelung. Im Fall a) sollte der Schiedsrichter den Kontakt nicht beachten. Im
Fall b) ist gegen A4 ein technisches Foul wegen Anfassen des Schiedsrichters zu
verhängen.
Beispiel. Unmittelbar nach dem Signal zum Ende des 1. Viertels pfeift der Schiedsrichter
ein technisches Foul gegen A5, der sich noch auf dem Spielfeld befindet. Der
Einwurfanzeiger steht für Mannschaft A. Wie wird das Spiel zu Beginn des 2.
Viertels fortgesetzt?
Regelung. Das technische Foul wurde während einer Spielpause verhängt, es wird
A5 als Spieler angeschrieben und zählt zu den Mannschaftsfouls des nächsten
(hier: 2.) Viertels. Die Strafe beträgt zwei Freiwürfe und Ballbesitz. Das 2.
Viertel beginnt mit zwei Freiwürfen und Einwurf von der Mittellinie (gegenüber
dem Anschreibertisch) für Mannschaft B. Der Einwurfanzeiger wird nicht gedreht.
Bei einem falschen Freiwerfer werden die erzielten Punkte gestrichen. Die Freiwürfe werden nicht mehr durch den richtigen Freiwerfer nachgeholt.
Anmerkung: Die Vorgehensweise ist nun identisch mit dem irrtümlichen Gewähren von nicht zustehenden Freiwürfen.
Spielfortsetzung
(Fehler sei
zugunsten der Mannschaft A, z.B. falscher Freiwerfer A6 anstelle von A5):
Alle irrtümlich oder vom falschen Freiwerfer ausgeführten Freiwürfe werden gestrichen. Der Spielfortgang hängt von Spieluhr und Ballbesitz ab:
a)
Spieluhr wurde nach Fehler noch nicht gestartet: Einwurf
A
b)
Spieluhr wurde nach Fehler gestartet und Mannschaft B ist nicht in
Ballkontrolle, als der Fehler entdeckt wird: Einwurf
A
c)
Spieluhr wurde nach Fehler gestartet und Mannschaft B ist in
Ballkontrolle, als der Fehler entdeckt wird: Sprungballsituation
d) Spieluhr wurde nach Fehler gestartet und es wird ein Foul mit einer Freiwurfstrafe gepfiffen, als der Fehler entdeckt wird: Ausführen der (neuen) Freiwurfstrafe, anschließend Einwurf A.
·
Die Schiedsrichter müssen einheitliche offizielle
Schiedsrichterkleidung tragen.
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Da die Mannschaften in der Halbzeit die Spielrichtung wechseln, dreht
der Anschreiber den Einwurfanzeiger
nach Beendigung der ersten Halbzeit in Gegenwart des 1. Schiedsrichters um.
Die Kampfrichter tragen auf dem Anschreibebogen nach Beendigung des Spiels ihren Namen in GROSSBUCHSTABEN ein. Sie brauchen keine Unterschrift mehr leisten.
Für alle weiblichen Wettbewerbe ist Ballgröße 6 (männliche Wettbewerbe wie bisher: Ballgröße 7) vorgeschrieben.
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Der vordere Schiedsrichter führt alle Freiwürfe aus.
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Die Schiedsrichter wechseln nach einem Foul nicht die Seiten, wenn der
vordere Schiedsrichter ein Foul gegen einen Angreifer oder der folgende
Schiedsrichter ein Foul gegen einen Verteidiger pfeift.
Anmerkung: In allen Fallen befindet sich der Schiedsrichter, der ein Foul
gepfiffen hat, anschließend nicht
hinter der Mannschaft, gegen die er das Foul gepfiffen hat.